Paradiesische Memoiren

Diesen Sommer war es hier sehr still. Ihr kennt das bestimmt, dass man ab und zu einfach eine Auszeit braucht. Zwischen Hochzeiten im In- und Ausland und Aufträgen auf Industrieevents war einfach die Zeit und Motivation, die Onlinewelt auf aktuellem Stand zu halten Mangelware. Im Zuge den letzten Tagen gab es aber doch etwas Zeit zum durchatmen und um einen neuen Social Media Plan aufzusetzen, damit ihr auch an all den Abenteuern die stattgefunden haben teilhaben könnt. Und seien wir mal ehrlich, auf der Liege am Pool mit Blick über den Lago Maggiore kommt schon mehr Motivation auf als im 36°C heißem Büro.

Diese Gegend ist einfach nur schön. Romantische italienische Altbauten, kleine Sträßchen und unglaublich leckeres Eis. Die Alpenwelt wird durch Palmen und Agaven aufgelockert und in den lauen Nächten auf unserer Terrasse konnte man an Konzerten und Feuerwerken teilhaben.

Auch das Einkaufen macht hier ausnahmsweise Spaß (mich kann man in der Regel mit Lebensmitteleinkäufen jagen und wenn ich mich darauf einlasse nur mit einem gut ausgeklügeltem Gefechtsplan) weil es so viele Variationen von frischen Nudeln, Käse, Schinken, Salami und Co. gibt, dass man am liebsten alles kaufen würde. Zum Glück gibt es immer Mittwochs einen großen Markt, wo man sich bei den zahlreichen Lebensmittelständen satt probieren kann.

Es gibt viele Ausflugsziele wie das Maggiatal – ein blauer Bergfluss wie aus dem Bilderbuch trifft auf fast unnachgiebigen Stein und kreiert ein Klippenwunderland. Viele Abenteuerlustige sonnen sich auf den Felsvorsprüngen oder kühlen sich durch einen Sprung von hoch oben in das glasklare (und eiskalte) Wasser ab.

Auch sehenswert sind die Burgruine in Mesocco, die noch alte Wandmalereien aufweist, und das Klosterdorf Sacro Monte di Varese. Letzteres ist sogar UNESCO Welterbe und mit seinen verwinkelten Gässchen, beeindruckenden Ausblicken und genialen Restaurants definitiv einen Nachmittag eurer Zeit wert.

Auf dem Heimweg sind wir dann noch ganz romantisch und abenteuerlustig den alten San Bernardino Pass gefahren. Die Welt oben auf dem Berg ist eine ganz unwirkliche, verlassene aber bezaubernde Landschaft. Ich finde, dass jeder der durch die Alpen fährt sich unbedingt die Zeit nehmen sollte, diese kleine Umwege zu nehmen!

Ja…und dann waren wir auf dem San Bernardino und wollten einfach nur ein Paar neue Fotos für Website und Co. machen, da stolperte ich einfach mal über einen Geo-Caching-Schatz.

Dieses kleine Büchlein lag an dieser Stelle schon seit 2010. Acht Jahre Wind, Wetter, Sonne, Regen und Tiefschnee hat dieses Buch überstanden. Es trägt die Gedanken aller Personen die es in diesen 10 Jahren gefunden haben mit sich und offenbart sie den wenigen Glücklichen die es finden.

Einen kleinen Teil von mir ließ ich auch an diesem besonderen Ort zurück. Wer weiß,  vielleicht stolpert ihr ja auch mal über diesen kleinen Schatz!